Thomas Speck Montag, 21. November 2022 von Thomas Speck

Bericht zur Spielwoche 14.-20.11.2022

1.+3. Mannschaft gewinnen ihre Heimspiele klar, 2.+4. Mannschaft waren spielfrei

SG Ettlingen 1 gewinnt zuhause gegen KC Schrezheim souverän mit 7:1 und 3679:3565, bester Spieler René Zesewitz mit 657 Kegel
SG Ettlingen 2 war in dieser Spielwoche spielfrei
SG Ettlingen 3 gewinnt zuhause gegen SG Kronau / Hambrücken 3 mit 6:2 und 3281:3070, bester Spieler Ivan Lovakovic mit 570 Kegel
SG Ettlingen 4 war in dieser Spielwoche spielfrei

1. Mannschaft

SG Ettlingen 1 - KC Schrezheim 1 - 7:1 MP - 14:10 SP - 3679:3565 Kegel

>> Zweitligamannschaft gewinnt Heimspiel gegen KC Schrezheim deutlicher als es der Spielbericht vermuten lässt - René Zesewitz war bester Spieler mit starken 657 Kegel - 4. Tabellenplatz ist Lohn der Mühe <<

In der 8. Spielwoche stand das Heimspiel gegen die Mannschaft aus dem Ostalbkreis, dem KC Schrezheim, an. Die Schrezheimer, vor dem Spiel auf dem 8. Tabellenplatz liegend, benötigten die Punkte dringend, um sich aus der Abstiegszone zu bringen. Die Ettlinger hingegen lagen vor dem Spiel mit ausgeglichenem Punktekonto komfortabel auf dem 5. Tabellenplatz und wollten natürlich das Heimspiel gewinnen. So war alles für ein spannendes Spiel gerichtet.

Nachdem nach der Auslosung die erste kleine Enttäuschung über das weite Los der 3. Runde des DKBC-Pokals verflogen war, gingen die Ettlinger frühzeitig in die Planung des Pokalspiels. Klar war, die Entfernung von 750 Kilometer nach Brandenburg war die erste große Herausforderung, die es zu meistern galt. Nachdem man alle Karten studiert hatte, die Reisepläne der Deutschen Bahn fast auswendig kannte und alle Autovermietungen mit ihren aktuellen Mietpreisen abgerufen hatte, entschied man sich, die Fahrt mit der Deutschen Bahn durchzuführen und das letzte Stück dann einen Transporter zu mieten.

Los ging es für die 6 Spieler am Samstag um Mitternacht ab Karlsruhe mit der Bahn Richtung Brandenburg und märkisches Oderland. Die Fahrt verlief bis auf einen Polizeieinsatz im Zug fast reibungslos und so landete man dann nach 9 1/2 Stunden Zugfahrt und dem einen oder anderen Nickerchen um 09:30 Uhr in Frankfurt / Oder, wo der Transporter schon auf uns wartete und uns ins 35 Kilometer entfernte Zechin zu unseren Gastgebern brachte, wo wir auch pünktlich ankamen. Nachdem wir die schönen Bahnen in Augenschein nehmen und uns etwas von den Strapazen erholen konnten, bat die Schiedsrichterin zur Begrüßung und das Spiel konnte pünktlich beginnen. Was uns im Lauf des Tages noch alles erwarten sollte, das wussten wir zu dem Zeitpunkt noch nicht.

Die Ettlinger starteten mit Christian Rosche (1:0 MP, 3:1 SP, 610) und Max Kaltenbacher (1:0 MP, 2:2 SP, 585) gleich gut in die erste Paarung, wo die Gastgeber trotz gutem Spiels am Ende nicht ganz folgen konnten. Karsten Glatzer (0:1 MP, 1:3 SP, 585) und Steffen Paulus (0:1 MP, 2:2 SP, 568) waren zwar bemüht, das Spiel offen zu halten, aber über die Gesamtdistanz setzte sich aber das beständigere Startpaar der Nordbadener durch. Sehenswert im dritten Durchgang die 114 Kegel ins Volle sowie die 177er Gesamtbahn von Karsten Glatzer, die aber am Ende nichts einbrachte, da die drei restlichen Bahnen an den Ettlinger Christian Rosche gingen. Mit 2:0 MP und einem Plus von 42 Kegel war eine kleiner Grundstein gelegt für den möglichen Sieg. Wichtig ware auch die Satzpunkte, denn es war allen klar, wer als Erster die 13 Satzpunkte erreichen würde, hätte den Vorteil auch bei einem möglichen 4:4 in der Hand. So wanderten die ersten 5 Satzpunkte im Startpaar auf das Konto der Ettlinger.

Im Mittelpaar zeigten Marjan Bozanovic (1:0 MP; 2:2 SP, 533) und Patrik Grün (1:0 MP, 3:1 SP, 601) gegen Daniel Scheider / Patrick Seidemann (0:1 MP, 2:2 SP, 522) und Marco Specht (0:1 MP, 2:2 SP, 524) ein fehlerfreies Spiel und holten zwar knapp, aber verdient beide Mannschaftspunkte, so dass die Nordbadener mit 4 Mannschaftspunkten auf jeden Fall schon mal das Unentschieden erreicht hatten. Zudem zog man mit 130 Kegel Vorsprung davon und hatte zusätzlich schon 10 Satzpunkte auf der Anzeige. Damit war der Sieg fast schon in greifbarer Nähe, fehlten doch nur noch 3 Satzpunkte zum Sieg oder noch ein Mannschaftspunkt.

Die Ettlinger wussten nun aber, dass auf der Gastgeberseite Karsten Trabs, der aktuelle Bahnrekordhalter, kommen würde, gegen den Roland Grün taktisch gestellt wurde. Da klar war, dass die Nordbadener hier einige Kegel verlieren würden, lag der Fokus klar auf dem Spiel der beiden Mannschaftsführer Robert Lehmpfuhl gegen Thomas Speck, das am Ende den Ausschlag geben sollte.

Uns es kam so wie befürchtet, Karsten Trabs spulte sein Pensum in seinem Wohnzimmer ab und legte starke 182, 144, 137 und 167 Kegel auf die Platte, wobei er auf der ersten Bahn mit 89 Kegel Abräumen eine sensationelle Bahn hinlegte und am Ende mit neuem Einzelbahnrekord von 630 Kegel glänzte. Dem hohen Tempo konnte Roland Grün überhaupt nicht folgen und gab bei 509 Kegel 121 Kegel sowie alle 4 Satzpunkte vom Vorsprung ab, so dass das Spiel wieder völlig offen war. Alles konzentrierte sich auf das Duell der beiden Kapitäne. Thomas Speck lies sich aber an diesem Tag nicht beirren und holte die nötigen 3 Bahnen bei 597 zu 562 Kegel, so dass am Ende der wichtige Mannschaftspunkt und die wichtigen 3 Satzpunkte heraussprangen, um das Spiel mit 7:1 MP und 13:11 SP zu gewinnen. Auch wenn das sicher aussieht, so war vor der letzten Bahn noch alles offen, es hätte auch 4:4 bei 12:12 SP und folgendem Sudden Victory folgen können. Aber mit 3435 Kegel mussten die Nordbadener alles aufbieten und neuen Mannschaftsbahnrekord spielen, um am Ende die Punkte mitnehmen zu können, da die Gastgeber sich mit 3391 Kegel auch nicht lumpen ließen.

An diesem Tag spielte allerdings die Technik komplett verrückt, ein defekter und heiß gelaufener Motor sorgte immer wieder für Unterbrechungen, zwischendurch musste gar erst einmal auf 2 Bahnen weitergespielt werden, weil sich die Bahn 1 nicht mehr zur Mitarbeit bewegen ließ. Trotzdem blieben die Spieler bei den vielen Unterbrechungen gelassen und spielten ihre Spiele in Ruhe fertig. Am Ende ging die Partie anstatt 3 Stunden fast 5 Stunden und stand zwischendurch auch auf des Messers Schneide, dass man überhaupt noch fertigspielen konnte. Die souveräne Leitung der Schiedsrichterin brachte aber immer wieder Ruhe ins Spiel, wofür man ihr auch an dieser Stelle dafür danken muss!

Gegen 18:00 Uhr stand also das Ergebnis fest und die Ettlinger lagen sich in den Armen, hatten sie im Vorfeld doch gar nicht damit gerechnet, die 4. Runde des Pokals gegen an diesem Tag etwas unter Wert spielende Gastgeber zu erreichen, ausgenommen Karsten Trabs, der den Vorteil der Bahnen zu nehmen wusste und famos aufspielte. Die Zechiner waren etwas enttäuscht, hatten sie sich doch etwas mehr erhofft.

Viel Zeit blieb den Spielern aus Ettlingen allerdings nicht, denn schon um 18:45 Uhr ging es wieder zurück nach Frankfurt / Oder, wo der Zug Richtung Heimat wartete, wo man dann am frühen Sonntagmorgen um 04:00 Uhr wieder wohlbehalten und doch etwas geschlaucht vom langen Sitzen ankam.

Im Rückblick muss man sagen, dass man überhaupt nicht bereut hat, die 1500 Kilometer Fahrt auf sich zu nehmen. Man wurde von den Gastgebern mit offenen Armen und guter Laune begrüßt, alle Wünsche vor Ort wurden erfüllt und man sah ein hochklassiges und spannendes Duell mit starken Ergebnissen so wie zwei Bahnrekorde. Es hat absoluten Spaß gegen tolle Sportkameraden gemacht und man kann klar sagen, hier hat sich eine neue Freundschaft entwickelt. Außerdem haben die Zechiner eine tolle, fallträchtige Bahnanlage, aus der sie weiter Profit ziehen können und nahtlos an die Leistungen anknüpfen können, um dann in der Verbandsliga Brandenburg vielleicht auch mal ganz vorne zu stehen, das Potenzial ist auf jeden Fall da und sollte weiter ausgebaut werden.

Und ein bisschen vermissen die Ettlinger jetzt auch schon den gefürchteten Ruf: "Go Greens, go!", der in Brandenburg erhallt, wenn die Zechiner sich gegenseitig anfeuern. Danke liebe SG Zechin für einen tollen Nachmittag und schönen Kegelsport, auch wenn uns die Technik etwas genarrt hat - es war toll, bei Euch antreten zu dürfen und Eure Gastfreundschaft genießen zu dürfen. Danke für alles, was ihr an diesem Pokaltag auf und auch neben der Bahn geleistet habt!

Hier gibt es das Spiel nochmals in voller Länge, falls es jemand noch mal anschauen will: https://youtu.be/h4jI05GmSB0

Ergebnisse: René Zesewitz 657, Thomas Speck 617, Christian Schneider 615, Patrik Grün 601, Max Kaltenbacher 585, Dieter Ockert 576

Fazit: In einem tollen Pokalfight setzten sich am Ende die Ettlinger verdient durch, spielten sie doch die besseren Ergebnisse und hatten in den kritischen Phasen des Spiels die besseren Nerven. Es bedurfte aber eines neuen Mannschaftsbahnrekordes, um die starken Gastgeber zu bezwingen, die mit 630 Kegel den Tagesbesten und neuen Bahnrekordhalter stellten.

2. Mannschaft

Die 2. Mannschaft war an diesem Wochenende spielfrei

3. Mannschaft

Die 3. Mannschaft war an diesem Wochenende spielfrei

4. Mannschaft

DKC 88 / SKC 89. St. Leon 2 (G) - VK / SG Ettlingen 4 (G) - 5:1 MP - 9:7 SP - 1884:1869 Kegel

>> Die gemischte 4. Mannschaft verliert ihr Spiel auswärts in St. Leon knapp - Marika Lutz beste Spielerin mit 529 Kegel <<

In der 8. Spielwoche musste die gemischte 4. Mannschaft ihr Nachholspiel der 6. Spielwoche in St. Leon gegen die gemischte Mannschaft von DKC 88 / SKC 89 St. Leon 2 spielen. Im Startpaar gingen Barbara Souici und Josip Grguric auf die Bahnen im Harres Veranstaltungscenter in St. Leon und wollten die Punkte erringen. Barbara Souici gelang ein 2:2 nach Satzpunkten gegen ihren Gegner Kurt Körner, hatte aber am Ende ganz knapp mit 451:454 Kegel das Nachsehen und gab somit den Mannschaftspunkt ab. Auch Josip Grguric musste 3 Sätze an seinen Gegner Joachim Heger abgeben und gab somit seinen Mannschaftspunkt ab. Mit 440 Kegel zu 455 Kegel gab er auch wenige Kegel ab. Somit lagen wir zur Halbzeit mit 18 Kegel im Rückstand bei 0:2 Mannschaftspunkten, aber alles war noch machbar.

Marika Lutz und Heidi Speck wollten nun das Ruder herumreißen und die Punkte aus St. Leon entführen. Marika Lutz kam gut zurecht und und konnte bei 2:2 SP mit 529:496 Kegel nicht nur einen Mannschaftspunkt gegen ihre Gegnerin Melanie Szeifert holen, sondern auch wichtige 33 Kegel gutmachen, so dass wir knapp in Führung lagen. Nun kam es auf Heidi Speck an, den nötigen Punkt zu holen, aber mit 449 Kegel blieb sie unter ihren Möglichkeiten und musste bei 2:2 SP die Gegnerin Tammy Poot mit 479 Kegel ziehen lassen, so dass das Spiel mit 1:5 MP endete bei 1869:1884 Kegel. Insgesamt war das Spiel immer eng und spannend, aber das letzte Quentchen Glück fehlte am Schluss, um den Sack ganz zuzumachen.

Schade, da war im Rückblick mehr drin. Aber man muss eben dann aus solchen Spielen lernen und positiv nach vorne schauen und es im nächsten Spiel dann besser machen.

Ergebnisse: Marika Lutz 529, Barbara Souici 451, Heidi Speck 449, Josip Grguric 440

Bilder des Spiels SG Zechin 1 - SG Ettlingen 1

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